Samstag, 14. Februar 2015

Hinweise zum ersten Akt

Inhaltliche Erarbeitung: 1. Akt

Exposition = Einführung in die Handlung
  1.  Wann und wo spielt die Handlung? (= Setting)
  2. Wer spielt mit? (= Erstcharakterisierungen der Figuren)
  3. Um was geht es eigentlich? (= Ankündigung des zentralen Konflikts/ Problems)

1. Wann und wo spielt die Handlung?

Zwei Häuser, gleich an Rang, seht, die inmitten/ Der guten Stadt Verona, unserm Ort... (S. 9, 3f)
  • Verona/ Italien: Zu Shakespeares Zeiten der Renaissance Ort der feinen Kultur und Leidenschaft, der Familienehre und der Dekadenz;
  • Der Prolog (ein Sonett!) führt als Setting zwei Adelshäuser ein, was die soziale Schicht definiert;
  • "von altem Groll zu neuem Aufruhr" definiert die Vorgeschichte als alte Fehde, die nun neue Blüten treibt.

2.  Wer spielt mit?

  • Einführung der beiden Häuser durch aggressive, obszöne Dienstleute in der ersten Szene -> die Dramatik des Prologs wird in der ersten Szene lächerlich gemacht
  • genauere Vorstellung von Tybalt (=der Friedenshasser) und Benvolio (=der Friedensstifter)
  • Vorstellung der beiden Familienoberhäupter als alt, klapprig und unter dem Pantoffel ihrer Frauen
  • Romeo am Konflikt uninteressiert, liebeskrank, depressiv, allerdings ironisch gebrochen ("Wo essen wir?" S. 16, Z.3) -> Romeo glaubt sich verliebt, ist aber mehr in die Liebe verliebt als in die betreffende Dame/ verliebt sich in der Ballszene "auf den ersten Blick" in Julia, umwirbt sie stürmisch
  • Julia, noch keine 14, soll mit Paris verheiratet werden, wirkt sehr zurückhaltend und brav, lässt sich von ihrer Mutter und ihrer Amme scheinbar leiten, geht aber dann auf das stürmische Werben Romeos ein
  • Mercutio, ein Freund Romeos, der gern feiert und wilde Träume träumt



Mittwoch, 4. Februar 2015

Prolog

Neunundzwanzig Schüler, voller Drang, seht, die inmitten
Der guten Schule Monte, unserm Ort,
Von altem Trott zu neuen Medien schritten,
Daß altes Drama wird ein Blog sofort.
Den Köpfen der Pennäler bald entsprang
Ein Meer von Einsicht, Texten, Bildern.
Ihr Schaffen wird, ihrer Gedanken Gang,
Auch Romeos und Julias Leben schildern.
Und diese alte Story, stets erneut,
die Phantasie der Schüler, ihre Schocks,
ihr Staunen, Hadern, Denken, Leid und Freud
Ist nun drei Wochen lang das Leben dieser Blogs.
Drum schenkt uns euer Aug in dieser Welt,
Ob unsre Müh auch ohne Bühne zählt.